Alpentour 2009
Wappen D

Alpentour 2009

Wappen Ö

ReiserollerVorbereitung: Ca. 1 Jahr wurde dieser Urlaub geplant, die Strecke aber immer wieder geändert. Eigentlich wollten wir die “Deutsche Alpenstraße” von Lindau nach Salzburg komplett abfahren. Bei näherer Betrachtungsweise wurde aber deutlich: Die Deutsche Alpenstraße führt eigentlich nur an den Alpen entlang und wenig hinein. Also doch nicht das, was wir uns vorstellten. Und so wurde eines Tages eine Tour durch die deutsch/österreichischen Alpen daraus.

Als die Streckenführung dann stand, wurden die möglichen Tagesziele notiert und im Internet nach möglichen Gasthöfen und Pensionen gefahndet. Aus den verschiedenen Möglichkeiten pro Etappenziel wurde somit gleich ein kleiner Katalog daraus. Klar war auch, dass ausser dem ersten und zweiten Tagesziel “Alberschwende” nichts vor gebucht wird.

Beide Burgmänner waren mit Topcase und je zwei 21-Liter-Koffern bestückt. Zusätzlich nahm jeder noch eine Gepäckroller mit 50 Liter Inhalt dazu, welche auf den Soziusplatz geschnallt wurde. Wir hatten nun soviel Stauraum, dass wir uns den Luxus leisten konnten, für jeden ein Kopfkissen mitzunehmen.
 

Donnerstag, 2.07.09: Um ca. 10 Uhr war Abfahrt in Münchingen in Richtung Bodensee. Kurzer Zwischenhalt zum Stärken in Zwiefalten und dann mit zwei kleinen Pausen zu unserem ersten Übernachtungsort Alberschwende im Vorarlberg. Ca. 230 km 
 

Am Freitag dann Abfahrt nach dem Frühstück um ca 9 Uhr. Über Bregenzerwaldstrasse und den Hochtannbergpass fuhren wir nach Warth  und über Flexen- und Arlbergpass nach St. Anton. Hier ein kurzer Tankstop und zurück über den Arlbergpass zu einer gemütlichen Hütte direkt an der Einmündung von der L 198 aus Richtung Zürs und der Arlbergstraße. Bei Kaffee und dann noch bei Apfelschorle schaute man den vielen Motorradfahrern zu, die aus allen drei Richtungen kamen. Von den Hängen schallten die Kuhglocken der Almkühe.
 

Über die L 97 ging es nach Bludenz und dann rechts ab an Bürserberg vorbei in das herrliche Brandner Tal wo dann am Fusse eines Stausees die Strasse endete. Eigentlich wollten wir mit der Gondel zum Stausee hoch, aber die einzige Gondel war nicht da. Mittlerweile trafen zwei Touristenbusse ein. Die Touris gingen sofort zur Kasse. Als die Gondel dann immer noch nicht zu sehen war, gaben wir unser Vorhaben auf, fuhren zurück, um dann über das Faschinajoch und Au zurück nach Alberschwende zu gelangen. Ca. 230 km

Links zum Tage: http://www.brandnertal.at/
 

Da der Riedbergpass über viele Kilometer hinweg nur mit Tempo 40 (wegen derzeitiger Baustelle teilweise nur mit Tempo 30) befahren werden darf, wurde der gestrichen und wir setzten unsere Fahrt tags drauf über Sonthofen und Immenstadt fort, um dann über das “Oberjoch” und den “Gaichtpass” nach Reutte zu kommen. In Bichlbach ging es dann über den “Berwanger Sattel” hinein in das “Namloser Tal”, an dessen Ende in Stanzach wir uns erst mal eine Mittagspause gönnten.

Über das “Hahntennjoch” ging es dann in Richtung Ötz. Wie bereits an den Vortagen begann sich dann allmählich der Himmel zuzuziehen. Unser heutiges Etappenziel hiess dann Sautens, wo wir uns in der Pension “Ötztaler Hof” einquartierten. Kaum waren die Zimmer bezogen, begann es ca. 2 Stunden zu schütten. Ca. 195 km

 

Tip: Wir wollten dort das im  Motorradroutenplaner vorgeschlagene Bikerhotel Post beziehen. Allerdings verlangte man an der Rezeption statt 36.- für das DZ (laut Internet) plötzlich 43.- pro Person. Nö !

Ötztaler Hof: Begrüßung mit Schnaps, tolle Zimmer, toller Service mit hervorragendem Frühstücksbüffet für 26.- p.P. fürs DZ

Links zum Tag:   www.motorroller-info.de/html/namlos-tal.html

                           www.quaeldich.de/paesse/hahntennjoch/

                            www.oetztalerhof.eu
 

Am Folgetag ging es weiter mit dem “Kühtaier Sattel”. Stammt wohl von Kuh ab, was aber voll zutrifft. Vorgewarnt wurde man ja schon mit diversen Verkehrszeichen und so ging es dann auch weiter, wie die Bilder nebenan zeigen!

Die schöne Strecke endete hier bei Innsbruck, wo dann eine recht eintönige Fahrt bis Kufstein begann. Erst hier bei Vordernthiersee wurde es wieder hügelig. Über “Ursprungpass”, Bayrischzell und den “Sudelfeldsattel”

(Tip: Bikertreff Cafe Kotz auf dem Sudelfeldsattel mit hervorragenden selbstgemachten Kuchen und Torten)

 

PointenhofOberaudorf, Kiefersfelden, Söll, Hopfgarten im Brixental und Kitzbühel nach St. Johann in Tirol. Bevor es wieder zu regnen begann hatten wir gleich mit dem ersten Anruf ein Quartier.

Gasthof-Pension Pointenhof hoch über St. Johann.

Wir waren die einzigen Gäste, wurden sehr gut bewirtet und hatten morgens beim Frühstück einen herrlichen Ausblick. Unser Zimmer war etwas klein, aber gemütlich

Ca. 270 km

Links zum Tag: http://biker-treff.de/bikertreff/treff_details.php?id=390

                       http://www.pointenhof.at/

Nach einem Tag Regenpause konnten wir dann wieder in St. Johann starten. Über St. Ulrich am Pillersee, Lofer und Schneizlreuth kamen wir zum “Hintersee” bei Ramsau. Während unserer Kaffeepause kam dann wieder Regen auf. Unsere Hoffnung auf eine regenfreie “Rossfeld Ringhöhenstraße” erfüllte sich nicht, weshalb wir diese dann ausfallen liessen und über Hallein, Golling und Bischofshofen wieder südlich fuhren, wo der Regen endlich wieder nach liess. Beim Bichlwirt in Uttendorf bezogen wir für zwei Nächte Quartier, damit wir am Folgetag den Großglockner angreifen konnten.    Ca. 230 km

Tip: Bichlwirt in Uttendorf: Obwohl ein DZ nur für eine Nacht frei war, tat die Wirtin alles, um so zu disponieren, dass wir die gewünschten zwei Nächte bleiben konnten. Hervorragendes Essen. Vielseitige Speisekarte. Man stellte uns auch gleich eine Garage für die Roller zur Verfügung.

Links zum Tag:   www.berchtesgadeninfo.de/Hintersee-Ramsau-Bayern.37.0.html

                          http://alpentouren.teamone.de/start.htm?/html/strassen/asrossfe.htm

                          www.bichlwirt.at/

Wir waren nachts brav, weshalb morgens die Sonne wieder schien. Also auf zum Großglockner. 14 km zurück nach Bruck und Einstieg in die Großglocknerstraße. Wir mussten morgens frühzeitig los, denn die Radfahrer der “Österreich-Rundfahrt” hatten an diesem Tag dasselbe Ziel. Wieviel Hobby-Radler wir allein beim Anstieg zum Gipfel bereits überholten, zählten wir nicht. Aber einige mußten im Tal schon morgens um 6 Uhr losgefahren sein. Kurz vor dem Gipfel begab sich ein Murmeltier in Lebensgefahr und rannte vor meinem Roller rum. Es hatte aber Glück.

Wie immer war auch heute ein zweiter Kaffee fällig. Im Gipfelcafe! Da kurz vor Erreichen des Gipfels Regen einsetzte, unterliesen wir die Erklimmung des “Biker-Points” mittels Roller, da Kopfsteinpflaster. Nach Kaffee und Unterhaltung mit einem holländischen Bikerpaar, welches auf dem Weg zum Gardasee war, ging es auf der anderen Seite wieder runter nach Lienz und über die “Felbertauernstraße zurück nach Zell am See zu einem Becher Eis und danach zum Hochgebirgsstausee Kaprun. Dort kamen wir leider so spät an, dass wir keine Möglichkeit mehr hatten, zum Stausee hoch zu kommen.  Ca. 220 km.

Links zumTag:   

www.grossglockner.at/

www.zellamsee-kaprun.com/

www.burning-out.de/news/news.shtml?Motorradhimmel-Grossglockner-20030322130259
 

Gut gefrühstückt ging es gegen 9 Uhr in Uttendorf beim Bichlwirt dann wieder los. Erster Anlauf waren die “Krimmler Wasserfälle”. Ich erklärte mich zu einem kleinen Fußmarsch bis zum unteren Wasserfall einverstanden. Danach ging es aber wieder fahrenderweise weiter. Rauf auf den “Gerlospass”, worbei an Zell am Ziller und wieder langsam hinunter ins Inntal und weiter zum Achensee. Nach einer Pause dort entschlossen wir uns am Sylvensteinstausee vorbei auf einer Mautstraße nach Wallgau und von dort am Walchensee und Kochelsee vorbei über Bad Tölz an den Tegernsee zu fahren. Dort besuchten wir noch zwei Tage meine Schwester in Rottach-Egern.    Ca 230 km

 

Links zum heutigen Tag:   

http://www.krimmler-wasserfall.at

http://www.gerlosstrasse.at/

http://walchensee.kochel.de/index.php?id=0,41

http://www.rottach-egern.de/
 

Der Heimweg ging dann über Kempten, Leutkirch und Altshausen, wo wir einen kurzen Besuch bei Manfred machten, der  im “AN650 - Forum” als “Formerbiker” bekannt ist und der uns ja vor 2 Jahren ein Stück auf unserer Donautalfahrt begleitet hat. Anschließend ging es nach Zwiefalten um dort bei meinen Eltern noch ein kleines Paket meiner Schwester abzuliefern und dann nach Aichschieß zu einem Überraschungsbesuch bei Cruiserjogy, der gerade mal wieder Heimaturlaub hatte.

Nach ca. 2200 km war unser Motorrollerurlaub hiermit beendet.

Jetzt kann mit der Planung für nächstes Jahr begonnen werden.

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