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1. Juli 2010: Nachdem wir gegen 10 Uhr die Roller wieder jeweils mit 2 Seitenkoffern und der 50-Liter-Gepäckrolle (inkl. Kopfkissen) gesattelt hatten, ging es dann gleich los. Über B 10, B14 und B29 nach Aalen, um ein paar Kilometer zu machen. Die gesparte Zeit ging laut Planung im Altmühltal drauf. Weil´s ja so schön sein soll, so Bekannte und auch ein Artikel in einer Motorradzeitschrift. (Motorradfreizeit 5/2007) Also wechselten wir erst nach Aalen auf Kreisstraßen, um über Nördlingen, Wemding und Hechlingen nach Treuchtlingen zu gelangen um dort in den Verlauf der Altmühl einzusteigen.
Mittagszeit war auch schon und wir hielten nebenher Ausschau nach einem Biergarten am Wegesrand. In der Zeitschrift wurden uns ja Bratwürste mit Kraut versprochen.Es war ja schon wieder über 30 Grad warm und da will man doch draußen sitzen. Kilometer um Kilometer wurden gefahren. Kein Biergarten weit und breit. Die Notflüssigkeit aus dem Topcase war schon bei den zwei Zigarettenpausen aufgebraucht. Und bei diesen Pausen waren sich Dunja und ich einig: Das Altmühltal ist eigentlich recht langweilig. Nein, nicht wegen der in der Motorradzeitschrift versprochenen Gaststätten, welche man vermutlich in den Ortmitten suchen mußte. Wir wollten aber nicht in jeder Ortschaft eine Ehrenrunde drehen. Vielleicht waren aber auch die Bratwürste von 2007 schon verkauft. Nein, das Altmühltal hat einfach nichts. Ein Bach, den man wegen großen Bäumen einfach fast nie sieht und vor allem fast keine Kurven. Nur lange Geraden. Das ist natürlich was für die “Organspender” unserer Zunft. Da können die ihre Maschinen aufdrehen und die Anwohner nerven.
Und weil uns niemand am Wegesrand verpflegen wollte, kamen wir dann gegen 17 Uhr schon an unserem ersten Etappenziel an: Prunn bei Riedenburg, Gasthof zur Krone.
Die Roller wurden kurz vor dem Lokal abgestellt und dann wurde eingecheckt. Als wir dann die Roller auf die Parkplätze hinterm Haus verlegen wollten, sprang Danja´s Maschine nicht mehr an. Ich sah auf ihrer Stirn schon “Urlaub ade” aufleuchten, als sie mich dann auch mal probieren lies. Ne, ging nichts. Nein, auch der Notschalter war es nicht. Ich hab dann halt mal den rechten Bremshebel zum Starten genommen und siehe da, es brummte wieder. Wir hatten dann kurz telefonischen Kontakt mit der Notfallwerkstatt der Schwabenrolleros: Manfred Mattola diagnostizierte einen defekten Bremslichtschalter, da auch die Bremslichter bei Betätigung nicht mehr aufleuchteten. Dank nochmals hierfür an Manfred. Diagnose war 100% richtig.
Dunja hat ja immer alles dabei, also auch das Notfallheft. Ein Kontakt mit der Suzuki-Werkstatt in Regensburg konnte aufgrund dauernder Telefonschleife mit Computerstimme nicht hergestellt werden.
Der freundliche Suzukihändler in Annaberg-Buchholz nahm hingegen unser Gespräch gerne an und versprach, dass er das Ersatzteil am Montag morgen da hat und uns um 9 Uhr gleich einbaut.
So, nun war das auch geregelt und wir konnten uns auf der Terrasse von der Krone das kühle Bier und gute Essen schmecken lassen.
Bilder? Keine. Ich mach doch keine Bilder von geschlossenen oder nicht vorhandenen Gaststätten, einer geraden Straße oder von einen kleinen Felsbrocken. Sollen die Altmühltaler mal in unser schönes schwäbisches Donautal oder Lautertal kommen.
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