Urlaub auf Rügen

Urlaub auf Rügen

2008
 

Als Fans von Nord- und Ostsee ist es ja selbstverständlich, dass uns auch ein Rollerurlaub in dieser Gegend reizte. Also besorgten wir uns eine Ferienwohnung in Garz/Rügen und einen Motorradanhänger für zwei Burgman 650.

Unser freundlicher Anhängerverleiher “Tschini” (www.tschini.de) in Schwieberdingen baute extra einen Anhänger für unsere Roller um, so dass es keinerlei Schwierigkeiten bei Verladung und Transport gab.

Da beim Burgman meiner Exsozia Dunja während des Urlaubes ein Kundendienst fällig wurde, besorgten wir uns auch gleich einen Termin bei Suzuki Köster in Bergen/Rügen. Ein wirklich freundlicher Händler, welcher uns auch noch einiges über Rügen erzählte und uns Tips gab.

www.motorradhaendler-in-deutschland.de/motorradhaendler/Suzuki-Michael-Koester-Bergen.html

Auf dem Laptop hatte ich mit dem Motorradtourenplaner schon einige Touren vorgeplant uns so ging es am ersten Tag mittags gleich los.

Schiff Berta

Über Putbus ging es zum Hafen von Lauterbach wo das Räucherschiff Berta lag. Berta, früher noch als Fischkutter tätig, wurde in ein Gastronomieschiff umgebaut. An Bord gibt es frisch gebruzzelte und geräucherte Fische, belegte Brötchen und natürlich, weil Fisch ja schwimmen muß, Bier.

Für uns war das Lübzer-Bier an diesem Tag natürlich tabu, weil wir ja mit dem Roller unterwegs waren.

www.ruegeninsel.de/lauterbach.html
 

Natürlich waren meine Routen auf Nebenstrecken geplant. Da wurden wir aber herb enttäuscht. Die Nebenstrecken sind alle noch alter Bauart. Kopfsteinpflaster übelster Art schienen uns die Urlaubsstimmung zu verderben. Mit dem Roller ist hier Schrittempo angesagt! Normalen Motorrädern schien ein solcher Belag nichts auszumachen! Die Stimmung fiel auf den Nullpunkt und wir beschlossen, uns noch ein paar Nebenstrassen anzuschauen. Fast überall Kopfsteinpflaster.

Wilbers Federbeine sind hier empfehlenswert.
 

Kopfsteinpflaster

Ostseebad Binz mit einem seiner prächtigen Häuser.

und

Der Strand von Binz mit einer der längsten Seebrücken.
 

Nachdem Dunja´s Burgman einen Tag wegen des Kundendienstes pausieren mußte, entschlossen wir uns zu einem Besuch von Stralsund, dem Heimathafen des Segelschulschiffes “Gorch Fock”. Über die alte Straße fuhren wir durch eine Allee nach der anderen. Teilweise waren die Alleen so bewachsen, dass die Sonne kaum eine Chance hatte das Astwerk zu durchdringen.
 

Von Dunja am Helm vorbei fotografiert, sieht man, wie dicht die Bäume teilweise stehen. Ein tolles Gefühl, hier durch einen Blättertunnel zu fahren und dem Irrtum zu erliegen, dass es fast nacht ist.

Nach gut 15 km kommt man dann auf der alten Straße zwischen Rügen und Stralsund an der neuen Brücke vorbei, über welche wir dann auf dem Heimweg gefahren sind.

Und dann noch der Marktplatz Stralsund mit einigen Biergärten. Es hat gut geschmeckt, das Apfelschorle!
 

www.stralsund.de/hst01/content1.nsf/docname/Webseite_C1257401002FE71BC125733D003221D3?OpenDocument
 

www.stralsundtourismus.de
 

Der nächste Ausflug führte uns dann nach Sassnitz, wo wir gerne ein nettes Hafencafe aufgesucht hätten. Eine üble Kopfsteinpflasterstraße von der Ortsmitte auf dem Berg runter zum Hafen hinderte uns aber daran. Unser guter Reiseführer namens Marco Polo in DIN A6-Format wusste aber Rat und empfahl uns das Cafe Niedlich an der Steilküste in Lohme (Bild unten). Direkt an der 70m hohen Steilküste gelegen mussten wir erstmal über 100 Stufen nach unten gehen. Dann aber hatten wir einen herrlichen Panoramablick, welchen wir bei Kaffee und Kuchen genossen.
 

www.pointoo.de/poi/Lohme/Cafe-Niedlich-150692.html

Nach dem Kaffee ging es durch Glowe auf einem schmalen Küstenstreifen zum “Kap Arcona”. Da der Bereich des Kap´s autofreie Zone ist, fuhren wir mit einer Traktorbimmelbahn bis zum Leuchtturm.

www.kap-arkona.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Kap_Arkona

www.zum-kap-arkona.de/
 

Dorf

Zurück ging es dann über Wiek nach Wittow. Mit der Fähre wurde  übergesetzt und dann nach Schaprode gerollert, um die Aussicht in der dortigen Bucht noch zu geniessen.

www.wiek-ruegen.de

www.ruegen-hiddensee.de/Halbinsel-Wittow/

www.ruegen-hiddensee.de/West-Ruegen/Schaprode/
 

Ein schöner Ausflug war auch die Fahrt über Damgarten-Ribnitz zum Seehafen Rostock, wo ja die Fähren nach Schweden und Finnland ablegen. Unser Reisführer “DIN A6” empfahl uns eine Einkehr im Cafe des Hotels Neptun direkt an der Küste. Wir erklommen den Weg in den 17. Stock. Herrlich der Ausblick, aber wir durften nicht ins Cafe, da dort gerade eine Radiosendung live gesendet wurde.

www.hotel-neptun.de/das-hotel/hotel-zimmer/webcam.html

Nach kurzem Spaziergang an der Uferpromenade schwangen wir uns wieder auf die Burgmänner und fuhren über Graal-Müritz und Wustrow nach Ahrenshoop auf Fischland Darss, wo wir uns wieder mit einem Fischgericht verwöhnen ließen.

Über Born, Pretow und Zingst kamen wir in Barth wieder auf das Festland und rollerten gemütlich wieder nach Garz.

Fotos? Leider nein, weil Kamera vergessen!
 

Den sonnigen Abend genossen wir dann bei einem kühlen Lübzer auf unserer Terasse. Die beiden Katzen unserer Vermieter schlossen schnell Freundschaft mit uns und unseren Rollern.
 

Natürlich durfte auch Usedom nicht auf der Besuchsliste fehlen.

Mit einer Fähre setzten wir von Glewitz nach Stahlbrode über und fuhren dann entlang am “Greifswalder Bodden” auf Nebenstrecken nach Wolgast. Weiter über Zinnowitz nach Zempin, wo uns der Reisführer zur Kneipe “Taun´n Fischer un sin Fru” führte.

www.insel-usedom.net/winter.htm

Herrliche Fisch- Fleisch- und Wildgerichte gab es auf der Karte in dieser urigen Wirtschaft.
 

Mit vollem Magen ab zu unserer nächsten Empfehlung des Reiseführers: Eis-Villa Stein in Heringsdorf. Die Strecke nach hier war zu kurz, als das schon wieder Platz im Magen wäre. Hier hätte jetzt sicherlich eine Kopfsteinpflasterstraße Wunder gewirkt. Nun, wir pressten uns die Maxi-Eisbecher rein und schleppten uns zum Roller.
www.insel-usedom.net/essenheringsdorf.htm

Der Rückweg führte uns südlich der beiden Bodden “Achtersee” und “Peenestrom” durch Neppermin, der Stadt Usedom, Anklam und Greifswald zurück zur Fähre nach Glewitz.
 

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